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Februar 2024 – Nuckeln, Schnul­ler, Mund­atmung

Zahn- und Kieferfehlstellungen werden nicht nur vererbt, auch bestimmte Angewohnheiten („Habits“) können dazu führen oder diese zumindest begünstigen. Da sich das Kindergebiss im Wachstum befindet, entstehen Fehlstellungen im Kindesalter besonders leicht.

Dauerhaftes Nuckeln schädlich

Der Gebrauch eines Schnullers oder Habits wie Daumenlutschen bergen an sich noch keine allzu große Gefahr für die Zahnstellung – solange Kinder sich diese Angewohnheiten rechtzeitig abgewöhnen. Nuckeln sie ab einem Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren dauerhaft weiter, entsteht mitunter ein „offener Biss“. Das heißt, zwischen den oberen und unteren Frontzähnen bleibt beim Zusammenbeißen eine Lücke bestehen.

Saugen am Trinkfläschchen

Auch der Sauger von Trinkfläschchen kann Fehlstellungen verursachen – wenn das Fläschchen sehr häufig zum Nuckeln zur Verfügung steht. Etwa ab einem Alter von sechs Monaten ist die Umstellung auf eine Schnabeltasse empfehlenswert. Darüber hinaus fördert häufiges Nuckeln zuckerhaltiger Getränke selbstverständlich Karies („Nuckelflaschenkaries“ oder „Nursing-Bottle-Syndrom“). Auch zuckerfreie Getränke wie Wasser sollten nicht dauerhaft genuckelt werden.

Fehlstellung durch Mundatmung

Weitere Probleme können durch häufige Mundatmung (anstatt durch die Nase wird durch den Mund geatmet) entstehen. Bei der Mundatmung liegt die Zunge nicht am Gaumen. Dadurch fehlt dem Oberkiefer der wachstumsfördernde Druck der Zunge. Die Folge: Der Oberkiefer entwickelt sich häufig nicht optimal.

Abhilfe können Atem- und Motorikübungen sowie eine kieferorthopädische Behandlung schaffen. Es sollte aber immer untersucht werden, welche Ursache die häufige Mundatmung hat.

 

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